Videoformate für Messen: Welches Format für welchen Kanal?
Aussteller auf der NürnbergMesse kommen aus aller Welt, und in fast jedem Produktionsgespräch taucht dieselbe Frage auf: Welche Videoformate brauchen wir, und für welche Kanäle? Eine praktische Übersicht, damit das vor dem Drehtag geklärt ist und nicht erst beim Schnitt.

Aussteller auf der NürnbergMesse kommen aus aller Welt. Sie bringen unterschiedliche Standkonzepte, unterschiedliche Teamgrößen und unterschiedliche Pläne für die Kommunikation nach der Messe mit. Aber eine Frage taucht in fast jedem Produktionsgespräch auf, unabhängig davon, woher das Team kommt: Welche Videoformate brauchen wir eigentlich, und für welche Kanäle?
Viele Aussteller denken beim Thema Messevideo zuerst an den Inhalt: Was zeigen wir? Was sagen wir? Wen filmen wir?
Das ist richtig. Aber es gibt eine Frage, die früher gestellt werden sollte: In welchem Format soll das Material am Ende vorliegen?
Das klingt nach einem technischen Detail. In der Praxis entscheidet das Format darüber, ob Aufnahmen vom Messestand auf LinkedIn, der Website, im Vertrieb oder in einer Präsentation tatsächlich verwendbar sind, oder ob sie nachträglich umgeschnitten werden müssen und dabei an Qualität verlieren.
Ein Dreh, mehrere Formate
Aus einem Produktionstag können grundsätzlich Inhalte für mehrere Kanäle entstehen. Das setzt voraus, dass das vor der Produktion geplant wird und nicht erst beim Schnitt.
Die wichtigsten Formate im Überblick:
16:9 (Landscape) Das Standardformat für eingebettete Videos auf der Website, für Präsentationen, Screens am Messestand und für YouTube. Wer Messeaufnahmen als Hintergrundfilm am Stand, als Embed auf der Produktseite oder als Footage für interne Präsentationen verwenden möchte, braucht 16:9.
3:2 (Foto) Das klassische Fotoformat für LinkedIn-Feed-Posts, Blogbeiträge, Presseverwendung und Website. Beim Videoformat kommt es seltener vor, ist aber für Standbild-Derivate aus dem Video relevant.
1:1 (Square) Funktioniert gut im LinkedIn-Feed, auf Instagram und Facebook sowie für Kampagnenmotive und Profilbilder. Das quadratische Format nimmt im Feed etwas mehr Fläche ein als 16:9, was sich auf die Sichtbarkeit auswirken kann.
4:5 (Portrait) Das bevorzugte Format für Social-Media-Feeds auf Instagram, LinkedIn und Facebook, wenn mehr vertikale Fläche gewünscht ist. Für Porträtaufnahmen von Standpersonal oder Gesprächspartnern oft das natürlichere Format.
9:16 (Vertical) Das Format für Stories, Reels und vertikale Videoplattformen. Im B2B-Messekontext weniger häufig eingesetzt, aber relevant, wenn Social-Media-Teams explizit vertikale Clips für LinkedIn oder Instagram anfordern. Lohnt sich, vor dem Dreh zu klären, ob dieser Bedarf tatsächlich besteht.
Was das für die Planung bedeutet
Nicht jeder Kanal braucht jedes Format. Das ist auch nicht der Anspruch.
Sinnvoll ist es, vor dem Drehtag zu klären: Welche Kanäle sollen nach der Messe bespielt werden? Wer in der Organisation braucht was? Vertrieb, Marketing, PR und Social Media haben oft unterschiedliche Anforderungen.
Wenn diese Fragen vor dem Dreh gestellt werden, kann die Produktion gezielt auf die tatsächlich benötigten Formate ausgelegt werden. Das spart Zeit im Schnitt, verhindert Qualitätsverluste durch nachträgliches Beschneiden und macht das Material von Anfang an verwendbar.
Praktisch umgesetzt
Bei Boothside gehört die Formatplanung zur Vorbereitung jedes Produktionstags. Wir klären mit dem Standteam im Vorfeld, welche Kanäle danach bespielt werden sollen, und legen die Aufnahmen entsprechend an.
Das Ergebnis ist kein einziges Videoformat, das sich irgendwie zurechtschneiden lässt, sondern Material, das direkt verwendbar ist, wo es gebraucht wird.
Die richtigen Formate. Direkt verwendbar.
Wir klären mit Ihnen vor dem Drehtag, welche Formate für Ihre Kanäle sinnvoll sind, und produzieren entsprechend.